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26 Mai 2013

Kasturba - Konzerte in Österreich, Mai 2013

Kasturba - Konzerte in Österreich, Mai 2013

Kasturba Gandhi – ein Porträt in 8 Teilen. Eine intensive Kooperation mit der Choreographin Shama Bhate - zwischen unterschiedlichen Disziplinen in einer Kultur überspannenden Dimension - brachte das Projekt `Kasturba Gandhi´ auf die Bühne nach Österreich.

Zwischen 3. und 22. Mai stand das Nad Roop Institut, vertreten mit zehn Tänzerinnen, drei Musikern und der künstlerischen Leiterin - Shama Bhate, gemeinsam mit dem Auswahlorchester `Unlimited Fields´ unter dem Dirigenten Alfred Vollbauer acht Mal auf der Bühne. Dieses Projekt war durch das Zusammenwirken der OÖ Landesmusikdirektion, dem Nad Roop Institut und der Indischen Botschaft/ Wien möglich.

Im indischen Bundesstaat Maharashtra liegt die Stadt Pune – früher ein sommerfrische- Erholungsort und heute eine Hig-Tech Megacity. Vor 25 Jahren wurde in dieser Satdt das Nad Roop Institut (für Tanz- und Musikausbildung) von Shama Bhate gegründet. An dieser Schule werden seither Tänzerinnen in der Tradition des Kathak Tanzes ausgebildet. Das Nad Roop Institut feiert heuer sein 25 Jähriges Jubiläum und präsentiert sich im In- und Ausland mit seinen besten Tänzerinnen. Das Tanzensemble der Produktion `Kasturba Gandhi´ repräsentiert 10 Tänzerinnen, die – heute junge Frauen zwischen 22 und 32 Jahren – bereits im Alter zwischen 8 und 10 Jahren bei Shama Bhate mit der Ausbildung begonnen haben.

Diese Bilder wurden beim Konzert am 20. Mai 2013 in den Kammerspielen des Linzer Landestheater von Harshavardhan Pathak gemacht. Er ist auch der Lichtdesigner und Lichttechniker dieser Produktion. 

Das Orchester Unlimited Fields ist ein Auswahlorchester mit Jungen MusikerInnen, die sich für den Weg in eine professionelle Musikerlaufbahn entschieden haben. Es ist eine Auswahl aus dem Oberösterreichischen Jugend Jazzorchester, wie es in den Jahren 2010 bis 2012 bestanden hat. Ergänzend zu dem 9-köpfigen Ensemble konnte ich eine Streichergruppe mit 3 Violinen, 2 Bratschen und ein Cello für das Projekt begeistern, womit das JIM Institit der Anton Bruckneruniversität eingebunden werden konnte.

Die Idee zur Präsentation der Abendkonzerte in Österreich war es, den Tanz `Kathak´ im Kontext von drei verschiedenen musikalischen Umfeldern zu zeigen. Für ein europäisches Publikum ist dabei natürlich ein traditionell indisches Umfeld wichtig. Der zweite Aspekt ist Kathak in Interaktion mit Musik, die sich harmonisch an der abendländischen Tradition orientiert, jedoch eine starke – eine vom Jazz beeinflusste – rhythmische Komponente beinhaltet. Wobei ich dafür zwei Kompositionen ausgewählt und bearbeitet habe (`Creative Distance´ und `Laxmi Road´der Produktion `Treading The Unknown´) die wir vor einigen Jahren in einem anderen Kontext - mit Solotanz - präsentierten. Shama Bhate hat sich dabei von der `ausserindischen´ Musik zur choreographischen Arbeit inspirieren lassen.

Der dritte Aspekt ist durch das achtteilige Werk `Kasturba Gandhi´ vorgegeben. Die Musik entstand - umgekehrt - auf Grundlage der Choreographie. Dies beinhaltet im Kathak auch die rhythmische Partitur, womit eine wichtige Basis vorgegeben war. Der ebenfalls in Pune arbeitende Komponist Narendra Bhide erarbeitete melodische Texturen die ästhetisch an die indische Folklore anschließen. Fünf Stunden vor meiner Abreise von Pune, im Dezember 2010 hörte ich genau dieses synthetisch produzierte Playback – programmierte Rhythmen, die Melodien und ansatzweise ein programmiertes Orchester. Das war die letzte Probe vor der Primere und dieses erste Konzert am nächsten Tag fand in Pune tatsächlich mit der Einspielung vom selben Playback statt. Die Qualität des Tanzes klaffte mit dem was die produzierte Musik zum Ausdruck brachte weit auseinander. Alleinig der Umstand, dass es vorproduzierte, nicht live gespielte Msik war, die sich mit bescheidenen Mitteln nachgeahmter Klänge westlicher Instrumente versuchte, schien mir sehr eigenartig - insgesamt unvollständig. Der Gedanke, an dieser Vorlage weiter zu arbeiten, ein harmonisches Konzept und die Orchestrierung auszuarbeiten - die Musik für diese Choreographi mit einem live Orchester lebendig zu gestalten - hat sich bereits am Rückflug im Dezember 2010 in mir eingebohrt. 

Es freute uns sehr, dass uns der Indische Botschafter, Herr Swaminathan aus Wien mit seinen Besuch in den Kammerspielen - Landestheater Linz, am 20. Mai beehrte. Von diesem Konzert haben wir eine Videodokumentation wovon wir in Kürze Ausschnitte zeigen können.  

Für die Probenarbeit durften wird uns dankenswerter Weise fünf Tage im historische Ambiente vom `Salzhof´ in der Altstadt von Freistadt ausbreiten.

Wir freuen uns auf weitere Konzerte auf Musiktheaterbühnen in den nächsten Jahren!

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